„Klasse-Tier“ bietet spezifische Pädagogik-Tier-Seminare an. Wenn von Tieren im pädagogisch sozialen Bereich die Rede ist, wird sofort an den Hund gedacht, der natürlich in Sachen Tiereinsätzen der berechtigte Spitzenreiter ist. Doch auch viele andere Tierarten können wunderbare Effekte erzielen (Studienbeispiele: Meerschweinchen, Fische (S.5)) und Bereiche abdecken bzw. Kompetenzen fördern, die ein Hund möglicherweise nicht kann. So können z.B. Themen wie Gemeinschaft, soziales Miteinander und Kommunikation hervorragend mit Hilfe einer Meerschweinchengruppe thematisiert und vertieft werden. Hinzu kommt, dass die Arbeit in der Schule für alle Tiere (genauso wie für uns Lehrer) anstrengend ist. Bei dem Einsatz von verschiedenen Tieren wird diese Arbeit auf mehrere Individuen verteilt und ist dadurch für alle leichter zu bewältigen. Darüber hinaus ermöglich die Vielfalt mehrere Tiere bzw. Tierarten auch mehr Anknüpfungspunkte für Gesprächsanlässe und Identifikationsoptionen. Nicht jeder Mensch mag Hunde oder Meerschweinchen, aber vielleicht Schnecken. Es gibt Pädagogen, die überaus gerne tiergestützt arbeiten wollen, aber nicht die Möglichkeit haben einem Hund gerecht zu werden. Mit Schildkröten gelingt es ihnen jedoch.

Pädagogik-Tier-Seminare wollen den Raum bieten, unterschiedlichste Tierarten kennenzulernen und (neu) für sich zu entdecken. Außerdem sollen die Seminare neben wichtigem tierartenspezifischen und tierpädagogischen Grundwissen vor allem auch Ideen und Anregungen für den konkreten Schultiereinsatz vermitteln.