„Der Hund ist der beste Freund des Menschen“, so ist es nicht verwunderlich, dass gerade der Schulhund in vielen tiergestützt arbeitenden Schulen vertreten ist.

 

Zur Definition eines Schulhunds (Angaben von dem Qualitätsnetzwerk Schulbegleithunde e.V.):

„Schulhund – Oberbegriff für alle in der Schule eingesetzten Hunde, die aus unserer Sicht in 3 Untergruppen eingeteilt werden können:

  • Schulbegleithunde – Hunde, die ihre Besitzerin, eine Pädagogin, regelmäßig in die Schule (in Klassen bzw. Gruppen) begleiten und eine Teamweiterbildung von mind. 60 Stunden absolviert haben. Der Begriff ist gleichzusetzen mit dem Begriff „Präsenzhund“, der allgemein nur Insidern bekannt ist und beinhaltet auch „Klassenbegleithunde“.
  • Schulbesuchshunde – Hunde, die mit ihren Besitzern für einige Stunden an einem Projekt zum Thema Hund in der Schule teilnehmen und mindestens eine Teamweiterbildung von einem Wochenende absolviert haben sollten.
  • Therapiebegleithunde – Hunde, die ihre Besitzerin, eine Therapeutin, regelmäßig in die Schule begleiten und eine Teamweiterbildung von mind. 60 Stunden absolviert haben.“

http://schulbegleithunde.de/definitionen/

Zu unserer Schulbegleithundearbeit:

An ein bis zwei Schulvormittagen die Woche unterstützt mich mein kleiner intelligenter charakterstarker Jack-Russel-Terrier mit dem Namen „(Professor) Cookie“. Cookie nimmt seinen Beruf als Schulbegleithund sehr ernst. Ist er privat ein passionierter Jäger, dessen Augen und Nase nichts entgeht, so ist er in der Klasse ruhig, entspannt und konzentriert bei der Arbeit. Seine Stärken liegen insbesondere in seiner Auffassungsgabe, sodass die Kinder und Jugendlichen in vielerlei Art und Weise mit ihm arbeiten können. So erwürfelt der kleine Schulhund in Mathematik Aufgaben, stellt via Betätigung eines Talkers Fragen in jedem beliebigen Fach, bietet in Biologie zum Thema Tierverhalten (Reize, Konditionierung usw.) ein großartiges Anschauungsobjekt, bringt mit Hilfe seinens Hunderucksacks Hundepost und bietet unzählige Momente zu beobachten, interpretieren und reflektieren.

 

Durch das gemeinsame Training mit Cookie lernen die Schülerinnen und Schüler auch etwas über ihr eigenes Lernen: „Warum üben wir dieses IQ-Spiel mit Cookie, obwohl er es schon lösen kann?“ – „Damit er es übt und es dann noch schneller kann!“ „Warum üben wir immer wieder XY, obwohl ihr das schön könnt?“ – „Naja, das ist wie bei Cookie. Also wir üben das, damit wir es schneller und besser können.“

 

Aber nicht nur auf der kognitiven Ebene unterstützt der strubbelige Schulhund die Kinder und Jugendlichen sondern natürlich auch auf der emotionalen und sozialen Ebene. Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass ihr Äußeres, ihre Noten oder Beliebtheit für Cookie absolut unwichtig sind. Für ihn zählt nur, wie sie mit ihm umgehen. Er bewertet sie nicht, sondern ist mit seinen Reaktionen immer direkt und ehrlich. Es ist faszinierend, wie sehr die Kinder und Jugendlichen für den kleinen Terrier über sich hinauswachsen und z.B. ihre Frustrationstoleranz erweitern, ihr Hunde-Versprechen täglich aufs Neue einhalten oder sich im besonderen Maß an die Regeln halten, die ihnen sonst sehr schwer fallen.

Für einen Einblick in den Schulhundalltag von (Prof.) Cookie können Sie sich gerne unser Youtube-Video aus 2016 ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=RCUmOXT6JI8

Ein Video aus 2013 mit unserem Schulhundrentner Pepper (alias Pepsi) finden Sie auf: https://www.youtube.com/watch?v=meld204VWzw