„Oh mein Gott, ist die Zuge von der Kuh aber rau!“, sagt eine sechzehnjährige Schülerin, als die Projekttage-Gruppe in einem Milchkuhbetrieb in der näheren Umgebung war. Dadurch eröffnete sie ein Gespräch über die Funktion der rauen Zunge, die Ernährung der Kuh und Auswirkungen auf die Milch. Beim Tränken der Kälber kamen die Schülerinnen und Schüler auf spannende Fragen wie „Warum sind die Kälber nicht bei ihren Müttern?“ oder „Warum bekommen die Kälbchen diese Ersatzmilch zu trinken?“.

 

 

Völliges Erstaunen und stille Euphorie packte die Schülergruppe, als sie die Geburt kleiner Ferkel auf einem Bio-Schweinebetrieb erlebte. Sie sahen wie neugierig junge Schweine sind und wie bewegungsfreudig sie durch ihr Abteil tollen.

 

Bei dem Besuch der zwei großen Kaltblutstuten Elsa und Heidi bekamen die Kinder und Jugendlichen eine schwierige Aufgabe. Eine Schülerin oder ein Schüler durfte sich auf den Pferderücken setzen und musste dem Pferd als auch den drei weiteren Teammitgliedern vertrauen. Diese mussten gemeinsam das große starke Fluchttier durch einen Parcours lotsen, wobei der Führstrick nicht fest eingehackt, sondern nur frei durch eine Ringführung verlief. Doch Absprachen, klare Rollenverteilungen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Achtsamkeit machten es möglich, dass alle heil durch den Parcours kamen.

Im Klassenraum wurden hingegen Lehrvideos und Arbeitsblätter zu den entsprechenden Nutztieren bearbeitet und nützliche Informationen für die Tierbesuche herausgearbeitet. Des Weiteren wurde ein Preisratequiz gespielt und es kam die Frage auf, warum z.B. Bio-Schweinefilet dreimal so viel wie anderes Schweinefilet kostet. Abgerundet wurde das Programm der Projekttage durch die blinde Verkostung verschiedener Milchsorten (tierischer als auch pflanzlicher) und Milchprodukte (tierischer als auch pflanzlicher) wie Schokolade, Käse oder Joghurt. Die Kinder und Jugendlichen stellten dabei fest, dass mal die tierischen und mal die pflanzlichen Produkte besser schmeckten.